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Der Atom-Irrsinn nimmt kein Ende

Es scheint, als ob die Regierungen in Europa niemals aus den Fehlern anderer lernen werden. Nachdem über 150.000 Menschen in Japan gegen das erneute Hochfahren eines Atomreaktors demonstriert haben, beschloss das litauische Parlament, ein neues Kraftwerk mitten in Europa zu bauen. Die litauische Regierung begründet den Neubau mit der energiepolitischen Sicherheit des Landes. Dies bedeutet, dass sich Litauen, aber auch Lettland und Estland, die an dem Reaktorneubau beteiligt sind, unabhängiger von Energieimporten aus Russland machen wollen. Die Opposition kritisiert hierbei vor allem die Benennung des Konzerns Hitachi als strategischen Partner. Ihrer Meinung nach sei es unverantwortlich, nach der Katastrophe von Fukushima, das Kraftwerk von einem japanischen Konzern bauen zu lassen.

Aber es ist egal, welcher Konzern ein neues Atomkraftwerk baut – denn jeder neuer Reaktor in Europa bedeutet eine Gefahr für die Menschen, nicht nur in den baltischen Staaten, sondern auch in Russland, Polen oder Deutschland. Aus diesem Grund sollte die Bundesregierung auf jegliche Regierung in Europa einwirken, keine neuen Atomkraftwerke mehr zu bauen und selbst beweisen, dass in einem großen Industriestaat die ökologische Energiewende machbar ist.